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Bülten wurde 1318 erstmalig - so das Geschichtliche Ortsverzeichnis des Landkreises Peine - in den Lehnsbüchern der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg erwähnt. Eine 2004 herausgegebene Chronik von Klein Bülten nennt aber noch zwei mögliche frühere Erwähnungen von Klein Bülten und zwar 1232 und 994.

Um die Wende zum 20. Jahrhundert, als die Bergbaubetriebe von Groß Bülten durch die Ilseder Hütte ausgebaut wurden, zogen Bergleute aus dem Harz und aus Hessen nach Klein Bülten. Ein weiterer Zustrom begann mit der Errichtung des Emilie-Schachtes kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges. Nachdem die Bevölkerungszahl von Klein Bülten auf rund 2.500 Einwohner angewachsen war, wurde die Gemeinde von "Klein Bülten" im Jahre 1966 in "Bülten" umbenannt. Der Bergbaubetrieb wurde am 31. März 1976 eingestellt.
2007 wurde die Grundschule von Bülten Geschlossen.

Erste urkundliche Erwähnungen

Lehen und Schenkungen geben Hinweise auf Klein Bülten

Lehnbuch von 1318

Aus “urkundliche Erwähnung von Klein Bülten” Richard Schulze 1955
(überarbeitet von Dr. Schwarz 2004)

Im “Lembuch des Herzogs Otto von Braunschweig” gibt es einen früheren Hinweis auf die Existenz von Klein Bülten. In einer Urkunde vom 22. September 1319, die Hans F. G. J. Sudendorf veröffentlicht wurde, heisst es im Band 1, Seite 169 in der Zeile 35; “Herwicus de vtzen miles et herwwicus patruus Saus Famulus. V. mans in maiori et in minori bulten”. Hier sind aufgelistet die Ritter von Ütze, Vater und Sohn, mit fünf Hufen Land in Groß und Klein Bülten, und in der nächsten Zeile werden noch vierzehn Hufen in Equord und zwei in Adenstedt erwähnt. Es ist durchaus möglich, dass es den Ort Klein Bülten schon vorher gab, aber es fehlen dafür bis jetzt (1955) schriftliche Quellen.

Im Band II desselben Verfassers wird für das Jahr 1344 auf Seite 42, Zeilen 1-3, berichtet: Johannes et wilhelmus frates dieti de vtze. Habent dat komramment. Ad quod pertinent XIII mans in equorde et VI holf nuttte. VII mans in miaori bulthem von de buwehof et II casa ad hoc pertinentes II mans et I casa cum omni iure minuori bulthem, dat borchlen to dem campe”-Es könnte heissen: Johannes und Wilhelm, ritterliche Brüder von Ütze, haben das Kämmererrecht und den ständigen Besitz von vierzehn Hufen in Equord und sechs Anteile Nutzholz, sieben Hufen in Groß Bülten und eine von der Kirche zugesprochene Hufe (und Bauhof) und zwei Steingebäude am Ort für immer zwei Hufen und ein Steinhaus mit allen Rechten in Klein Bülten und ein Haus im Felde (das Burglehen im Felde).

Im ersten Band auf Seite 169 wird erwähnt, dass ein Ulrich Schwicheldt neben anderen Besitzungen “III mansos in buntem” hat.

© Heimat- und Bergbauverein Klein Bülten von 1997 e.V.
(Text: aus Bulthem Luttken Bulten Klein Bülten, Die Geschichte des Dorfes Bülten)

© 2010-2011 buelten.net

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